Top 20 beste Album-Releases 2025 (Platz 1 bis 20), plus 3 Bonus-Picks
- L7

- 4. Jan.
- 6 Min. Lesezeit
Ende des Jahres heißt immer auch: Listen-Zeit, und ja, das ist jedes Mal ein Kampf 😄
2025 hatte richtig viele starke Releases, und dazu noch in komplett verschiedenen Genres. Ein Top 20 ist deshalb automatisch “unfair”, aber genau darum geht’s auch, das ist nur meine persönliche Meinung.
Und dieses Mal mache ich es andersrum: Ich starte mit Platz 1, meinem Album des Jahres, und arbeite mich dann nach hinten bis Platz 20.
Los geht’s.
1) Paradise Lost - Ascension
Paradise Lost hatten für mich schon länger einen starken Lauf, und Ascension ist der Punkt, wo es komplett sitzt. Es ist absolut das, was man erwartet, aber es fühlt sich trotzdem irgendwie frisch an, tighter, härter, besser auf den Punkt.
Mein Highlight ist “Serpent on the Cross”, perfekter Opener, direkt ein Volltreffer. Ich habe sie dieses Jahr leider verpasst, sie haben sogar in Nürnberg gespielt und ich konnte nicht hin, deshalb hoffe ich einfach auf eine neue Chance bald.

2) Frantic Amber - Death Becomes Her
Neue Entdeckung für mich und direkt ein Album, das sich wirklich erfrischend angefühlt hat. Melodic Death Metal, aber nicht so “Standard”, sondern mit einem eigenen Feeling.
Die Vocals sind stark, das Album fließt super, und ich mag auch das Konzept: Die Songs hängen jeweils an Stories rund um Frauen, die brutal waren, getötet haben oder einfach düstere Kapitel haben. Klingt morbid, ist aber richtig cool umgesetzt. Jetzt will ich sie nur noch live sehen, hoffentlich kommen sie mal nach Deutschland.

3) Testament - Para Bellum
Ich schwöre, dieses Album war in gefühlt jeder Topliste, die ich gesehen habe, und das komplett zu Recht.
Es ist Testament, wie man es will, Thrash auf höchstem Niveau, aber irgendwie noch stärker als erwartet. Für viele wäre das wahrscheinlich Platz 1, kann ich total nachvollziehen.

4) Kryptan - Violence, Our Power
Noch ein richtig starkes Ding aus Schweden. Sehr aggressiv, sehr dunkel, und mit einem Sänger, der extrem raussticht.
Die Stimme ist roh, brutal, einzigartig, genau so eine Stimme, wo du sofort weißt: das ist diese Band. Wenn ihr Bock auf kalten, feindseligen Black-Metal-Vibe habt, unbedingt geben.

5) Havukruunu - Tavastland
Das war eine Zufallsentdeckung über Instagram, und ich bin so froh, dass ich draufgeklickt habe.
Ich bin nicht super tief im Folk oder Pagan Black Metal, aber Tavastland hat mich erwischt. Am Anfang dachte ich: ok, klingt anders als mein Standard, und dann konnte ich nicht mehr aufhören, daran zu denken. Genau das liebe ich, wenn ein Album im Kopf bleibt.

6) Sodom - The Arsonist
Bei Sodom kann man oft sagen: sie liefern genau das, was man erwartet, und sie machen es richtig.
The Arsonist ist für mich klassischer Sodom-Drive, dreckig, direkt, heavy, und es funktioniert einfach. Mindestens 8/10, je nach Tag sogar mehr. Und ja, das Artwork ist brutal gut, passt perfekt.

7) Warkings - Armageddon
Das war eine Überraschung.
Ich habe ältere Sachen von Warkings probiert und das war nicht komplett mein Ding, aber Armageddon hat geklickt, vor allem wegen Morgana le Fay. Wenn sie reinkommt, ist das immer ein Highlight, Mischung aus Power, Melodie und Aggression im genau richtigen Moment.
Live würde ich das echt gerne sehen.

8) Patriarkh - Prophet Ilja
Ich habe Patriarkh dieses Jahr auch live gesehen und das war fantastisch.
Ich verstehe ehrlich nicht, warum dieses Album von manchen Batushka-Fans so zerrissen wird. Klar, frühes Batushka ist eine eigene Liga, aber Prophet Ilja klingt für mich endlich wie etwas Eigenes, nicht mehr wie “Kopie”.
Von Anfang bis Ende hören fühlt sich wie ein Ritual an, besonders auf Vinyl. Atmosphäre ist hier alles, und die sitzt.

9) Eisbrecher - Kaltfront°!
Ich bin seit dem ersten Album Eisbrecher-Fan und Kaltfront°! hat mich richtig abgeholt.
Für mich fühlt es sich heavier an als manche Vorgänger, direkter, mehr in die Richtung, die ich persönlich am meisten mag. Und das ist ein Album, das als Ganzes funktioniert, nicht nur über einzelne Tracks.

10) Lorna Shore - I Feel the Everblack Festering Within Me
Ich habe Lorna Shore nie live gesehen, aber die Vocals sind einfach absurd gut. Man hört manchmal hin und denkt: wie kann ein Mensch das machen?
Das Album ist brutal, cineastisch, intensiv, und bleibt trotzdem spannend bis zum Ende. Ich höre Deathcore nicht nonstop, aber wenn ich in der Stimmung bin, ist das genau richtig. Und fürs Gym passt es auch perfekt, muss man so sagen.

11) Destruction - Birth of Malice
Ich mag Destruction, bin aber kein Hardcore-Historiker-Fan, der jede Phase perfekt kennt.
Trotzdem: Birth of Malice könnte mein Lieblingsalbum von ihnen sein. Es hat Thrash-Drive, aber auch Songs, die hängen bleiben. Ich habe sogar einen ultra old-school Thrash-Typen getroffen, der meinte “zu kommerziell”, und ich verstehe das irgendwo, aber genau das macht es für mich so stark. Heavy, aber trotzdem eingängig.

12) Cradle of Filth - The Screaming of the Valkyries
Cradle habe ich früher viel gehört, dann jahrelang fast gar nicht mehr, weil es für mich nicht mehr geklickt hat.
Dieses Album hat das geändert. Ich habe zufällig einen Song gehört und dachte: warte, das ist gut. Dann das ganze Album gehört und es hat mich komplett gepackt. Für mich eines ihrer besten seit vielen Jahren.

13) Der Weg einer Freiheit - Innern
Black Metal, brutal, und für mich eine der größten Qualitätsüberraschungen.
Ich habe es über eine andere Topliste gefunden und ja, das war eine extrem gute Empfehlung. Innern ist intensiv, fokussiert und belohnt es total, wenn man es am Stück hört.

14) Jinjer - Duél
Jinjer sind bei mir immer so: live auf Festivals finde ich sie super, dann höre ich Alben und komme manchmal nicht komplett rein.
Bei Duél war es anders. Ich habe es mehrmals gehört und es hat jedes Mal besser funktioniert. Starke Singles, starkes Gesamtpaket, und das ist für mich das erste Jinjer-Album seit einiger Zeit, das ich wirklich als Album wiederholen wollte.

15) Solence - Angels Calling
Solence habe ich in so einem “vier Bands an einem Abend”-Setup entdeckt, und ich war eigentlich wegen jemand anderem da.
Angels Calling ist einfach Spaß. Moderner Rock aus Schweden, sehr melodisch, mit elektronischen Elementen und viel Energie. Wahrscheinlich auch eher eine Richtung, die jüngere Leute noch mehr feiern, aber das ist nicht negativ, das ist einfach der Style. Und live verstehe ich komplett, warum so viele auf die Band abgehen.

16) Ghost - Skeletá
Dieser Platz war für mich schwer.
Früher mochte ich Ghost sehr, dann wurde es mir ab Prequelle zu poppig. Skeletá hat sich dieses Jahr für mich wieder mehr wie “Ghost in eine Richtung, die ich mag” angefühlt. Es startet stark, gegen Ende lässt es für mich etwas nach, aber insgesamt ist es ein gutes Album, und Ghost-Fans werden das sicher lieben.

17) Blood White - From Hell
Noch so eine positive Überraschung.
Ich habe Blood White zuerst als Support gesehen und hatte sofort dieses Gefühl wie: das ist exakt die Art Musik, die Teenager-Ich gesucht hätte. From Hell hat diesen modernen Heavy-Vibe mit einem industrialigen Touch, ohne komplett in “repetitiv” abzurutschen. Und ja, das ist auch so ein Release, das man gerne physisch haben will.

18) Grausame Töchter - Get Your Overdose
Wenn man Grausame Töchter kennt, weiß man, was man bekommt, und genau deshalb funktioniert es.
Get Your Overdose liefert den provokanten, kinky, theatralischen Dark-Electro-Kosmos, für den sie bekannt sind. Für Fans der Szene ist das ganz klar eines der Highlights dieses Jahres.

19) Vampyros Lesbos - Vi Per Sanguinem
Vampyros Lesbos geben mir immer dieses “Ritual”-Gefühl, wie ein erotischer Horrorfilm aus den 70ern, nur elektronisch.
Atmosphärisch, dunkel, und tatsächlich auch richtig gut zum Arbeiten oder Schreiben, weil es Stimmung baut, ohne komplett ablenkend zu sein. Und live ist auch die Ästhetik ein großer Teil des Ganzen.

20) Whitechapel - Hymns in Dissonance
Das könnte je nach Stimmung auch deutlich höher sein.
Ich höre diese Art von Musik nicht jeden Tag, und wenn ich es zu oft hintereinander höre, wird es mir manchmal langweilig. Aber mit Abstand funktioniert Hymns in Dissonance extrem gut. Starke Vocals, starke Härte, und ich kann mir vorstellen, dass das live komplett eskaliert.

Bonus Picks (Nicht in der Top 20, aber trotzdem Releases, die ich erwähnen will.)
Bonus 1) Deftones - Private Music
Ich bin kein Hardcore-Deftones-Fan, aber ich war ehrlich überrascht, wie gut dieses Album ist.
Für mich ist das ein richtiges “Album am Stück”-Ding, nicht unbedingt Playlist-Material für jeden Tag, aber als Gesamtwerk funktioniert es super.

Bonus 2) Aesthetic Perfection - Closer to Human
Kein komplett neues Album, sondern eher eine Art Neuinterpretation zum Jubiläum, im Prinzip ein neu aufgenommenes Debüt.
Und es klingt richtig gut. Bessere Produktion, stärkerer Sound, und nach den Konzerten dieses Jahr hat es für mich noch mehr Sinn gemacht.

Bonus 3) Killswitch Engage - This Consequence
Ich bin bei Killswitch Engage noch relativ neu dabei, was Alben angeht, und vielleicht hat es mich deshalb so positiv erwischt.
Für alte Fans ist es vielleicht “mehr vom Gleichen”, aber für mich war es ein super zufriedenstellendes Album, starke Songs, keine große Zeitverschwendung, und insgesamt einfach ein richtig gutes Hörerlebnis.

Das waren meine Top 20 Releases 2025, plus 3 Bonus-Picks. Es war ein starkes Jahr, und wenn 2026 auch nur halb so gut wird, bin ich schon glücklich 😄




Kommentare