Ranking aller KISS Studioalben, von meinem „schlechtesten“ bis zu meinem Lieblingsalbum
- L7

- 9. Jan.
- 8 Min. Lesezeit
Heute geht’s um KISS, und ich mache ein komplettes Ranking, vom Album, das mir am wenigsten gefällt, bis zu meinem absoluten Lieblingsalbum.
Wichtig vorab: Das ist natürlich mein Geschmack und basiert auf meiner persönlichen Erfahrung mit diesen Platten. Und noch wichtiger: Ich lasse die vier Soloalben für das Haupt-Ranking bewusst raus. Die erwähne ich danach in der Bonus-Sektion, aber im Ranking sind nur die 20 Studioalben, bei denen man eine „Band-Ära“ hat.
Willst du beim Lesen direkt mithören? Wir haben eine Spotify-Playlist erstellt, die die 3 empfohlenen Songs von jedem Album aus diesem Ranking kombiniert.
Los geht’s.
20) Carnival of Souls: The Final Sessions
Das Album hat bei mir nie funktioniert. KISS versuchen hier so einen dunkleren, grungeigen Vibe, und für mich passt das einfach nicht.
Dazu kommt dieses komische Timing: Ende der No-Make-up-Ära, wenig Promo, wenig Interesse, und es wirkt irgendwie wie ein Album, das nie richtig irgendwo hingehört hat. Ich weiß nicht mal, ob es für echte Grunge-Fans „gut“ wäre, aber für mich ist es einfach nichts.
3 Songs zum Starten: Jungle, I Walk Alone, Seduction of the Innocent

19) Music from “The Elder”
Ich glaube, fast niemand liebt dieses Album wirklich. Es ist ein Experiment und man kann respektieren, dass sie was anderes probiert haben, aber für mich klappt es nicht.
Ich muss sogar zugeben: Heute kann ich es minimal besser hören als früher, aber freiwillig würde ich es trotzdem nicht auflegen. Wenn ich einen Song nennen muss, dann „A World Without Heroes“, vor allem weil es im Unplugged-Setting überraschend gut funktioniert.
3 Songs zum Starten: A World Without Heroes, The Oath, I

18) Unmasked
Als Kind fand ich das Cover mega. Das Album selbst? Gar nicht.
Es ist einfach zu poppig für mich. „Shandi“ ist die große Ausnahme, das Lied höre ich heute tatsächlich noch manchmal. Der Rest hat mich nie gepackt, auch wenn das Artwork ikonisch ist.
3 Songs zum Starten: Shandi, Talk to Me, Is That You?

17) Monster
Ich finde es nicht „schlecht“, aber es klingt für mich sehr standardmäßig. Als es rausgekommen ist, war ich schon an einem Punkt, wo ich dachte: Ich brauche nicht unbedingt noch ein neues KISS-Album.
„Hell or Hallelujah“ ist so der Song, der am ehesten hängen bleibt. Nicht schlecht, aber ich greife selten dazu.
3 Songs zum Starten: Hell or Hallelujah, Back to the Stone Age, Shout Mercy
16) Sonic Boom
Das Album macht Spaß, hat ein paar gute Tracks und dieses „Back to Basics“-Gefühl. „Modern Day Delilah“ ist der offensichtliche Highlight-Track, aber insgesamt ist das wirklich solide.
Persönlicher Bonus: Meine Edition hat Live in Buenos Aires dabei, und das Konzert war für mich super speziell, weil das mein erstes KISS-Konzert war und ich damals ganz vorne stand. Die DVD ist wirklich ein extrem geiler Zusatz.
3 Songs zum Starten: Modern Day Delilah, Say Yeah, Never Enough
15) Animalize
Ab hier sind das für mich keine „schlechten“ Alben mehr, jetzt wird es eher schmerzhaft, weil ich den Rest wirklich mag.
Animalize hat echte Hits. „Heaven’s on Fire“ ist einer der Klassiker überhaupt, und das Album hat diese perfekte Mischung aus Glam und härterem Einschlag.
3 Songs zum Starten: Heaven’s on Fire, Under the Gun, Thrills in the Night

14) Lick It Up
Sehr gutes Album, könnte auch höher sein, aber bei mir ist es simpel: „Lick It Up“ ist der Track, der dauerhaft in meinen Playlists ist. Der Rest ist gut, aber ich höre die Deep Cuts nicht so oft.
Wenn ich das Album komplett anmache, habe ich Spaß, aber ich greife eher selten gezielt danach.
3 Songs zum Starten: Lick It Up, All Hell’s Breakin’ Loose, A Million to One

13) Dynasty
Ja, die Disco-Kritik kennt jeder. Und ja, als Gesamtalbum ist mir das teilweise zu sehr in diese Richtung.
Aber: Dynasty hat Songs, die einfach zu groß sind, um sie zu ignorieren. „I Was Made for Lovin’ You“, „Sure Know Something“, „2,000 Man“, allein dafür gehört es schon in eine höhere Platzierung.
3 Songs zum Starten: I Was Made for Lovin’ You, Sure Know Something, 2,000 Man
12) Asylum
Das ist das Album mit dem größten „Glow-up“ bei mir.
Wenn du mich vor 20 Jahren gefragt hättest, wäre das vielleicht fast ganz unten gelandet. Ich glaube, das Cover hat mich damals komplett abgeschreckt, und ehrlich gesagt, ich liebe es heute immer noch nicht. Aber musikalisch? Heute höre ich das anders.
Riffs, Energie, Glam trifft Hard Rock, und das funktioniert. „Tears Are Falling“ ist ein kompletter Hit, und als Album ist das wirklich stark.
“Tears Are Falling” is a total hit.
3 Songs zum Starten: Tears Are Falling, Uh! All Night, Who Wants to Be Lonely

11) Hot in the Shade
Das ist für ein KISS-Album ziemlich lang, aber es macht richtig Spaß.
„Forever“ ist eine der wichtigsten KISS-Balladen überhaupt, und dazu kommen Songs wie „Hide Your Heart“ und „Rise to It“, die wirklich hängen bleiben. Für mich fühlt sich das wie das Ende der Glam-Ära an.
3 Songs zum Starten: Forever, Hide Your Heart, Rise to It

10) Crazy Nights
Dieses Album war für mich persönlich einfach wichtig.
„Crazy Crazy Nights“ war für lange Zeit einer meiner Favoriten, und als ich es dann live wieder gehört habe, war das einfach ein geiler Moment. „Reason to Live“ ist auch eine fantastische Ballade, und das ganze Album hat diesen glänzenden 80er-KISS-Vibe, den ich bis heute gerne höre.
3 Songs zum Starten: Crazy Crazy Nights, Reason to Live, Turn on the Night

9) Rock and Roll Over
Rock and Roll Over ist eigentlich ein sehr gutes Album, aber es kam halt direkt nach Destroyer, und das ist schwer.
Die Hits sind brutal: „Calling Dr. Love“, „Hard Luck Woman“, „I Want You“. Für mich ist es so ein Album, wo ich oft die Highlights rausgreife, und die Highlights sind halt so stark, dass es trotzdem weit oben landet.
3 Songs zum Starten: Calling Dr. Love, Hard Luck Woman, I Want You

8) Dressed to Kill
Eines meiner Lieblings-Cover von KISS, mindestens Top 3.
Die Songs sind Klassiker, aber hier kommt mein „Problem“: Viele Tracks genieße ich live noch mehr. Studio ist super, besonders „She“, aber live werden diese Songs einfach noch größer.
3 Songs zum Starten: Rock and Roll All Nite, C’mon and Love Me, She

7) Hotter Than Hell
Hier wurden KISS sehr schnell deutlich härter, und genau das liebe ich.
Das Cover fand ich früher furchtbar, heute finde ich es ikonisch. Songtechnisch ist das Album richtig voll: „Parasite“ ist ein Monster, und diese frühe Phase hat diesen rohen Biss, den ich extrem feiere.
3 Songs zum Starten: Hotter Than Hell, Parasite, Got to Choose

6) KISS
Das Debüt ist legendär, und es war für mich früher auch so ein „Chase-Album“, also eins, das man unbedingt haben wollte.
Die Tracklist ist quasi schon eine Greatest Hits Sammlung: „Strutter“, „Deuce“, „Black Diamond“, „Cold Gin“. Das ist einfach absurd stark.
Wie bei den frühen Alben generell höre ich viele dieser Songs heute lieber in Live-Versionen, aber das ändert nichts daran, wie wichtig und gut das Debüt ist.
3 Songs zum Starten: Strutter, Deuce, Black Diamond

5) Revenge
Jetzt wird’s eventuell kontrovers.
Als Teenager habe ich Revenge wirklich jeden Tag von Anfang bis Ende gehört, ohne Witz. Ich habe es genau in dem Moment entdeckt, wo ich etwas Härteres gebraucht habe, und Revenge hat genau das geliefert, nicht nur musikalisch, sondern auch vom ganzen Look und Feeling.
„Unholy“ ist einer der düstersten KISS-Songs überhaupt. Das Album ist von vorne bis hinten stark, und es könnte für mich je nach Stimmung sogar Platz 1 oder 2 sein.
3 Songs zum Starten: Unholy, Domino, God Gave Rock ’n’ Roll to You II
4) Creatures of the Night
Das Cover ist unfassbar gut, und musikalisch ist das für mich der Moment, wo KISS richtig in diese härtere Hard-Rock-Richtung gehen.
„I Love It Loud“ ist purer Druck, und das ganze Album fühlt sich aggressiver und muskulöser an als vieles davor. KISS klingt hier einfach “dangerous”.
3 Songs zum Starten: I Love It Loud, Creatures of the Night, War Machine

3) Psycho Circus
Ja, ich kenne die Geschichte. Ja, ich kenne die Kontroversen.
Aber Psycho Circus war mein allererstes KISS-Album, und das macht einen riesigen Unterschied. Ich habe es als Kassette gekauft und ich liebe es bis heute. Der Titeltrack ist ein Anthem, und das Album hat so viele Songs, die ich immer noch wirklich gerne höre.
Und als Kind war dieser 3D/Hologramm-Style einfach mindblowing, das fühlte sich an wie ein Event.
Der einzige Track, der mich nie wirklich interessiert hat, ist Peters Ballade, aber sonst? Ein extrem wichtiges Album für mich.
3 Songs zum Starten: Psycho Circus, Raise Your Glasses, You Wanted the Best
2) Destroyer
Wenn jemand fragt: „Wie klingt KISS?“, dann ist Destroyer eine der ersten Antworten.
Cover, Produktion, Songs, das ist quasi eine Blaupause dafür, was KISS als Band ausmacht. Und ja, es gibt Alben mit mehr „Rohheit“, aber Destroyer ist einfach ein kompletter Klassiker.
3 Songs zum Starten: Detroit Rock City, Beth, Shout It Out Loud

1) Love Gun
Wenn ich ganz objektiv sein will, ist Destroyer vielleicht das “bessere” Album.
Aber Love Gun ist mein Lieblingsalbum, weil es mir genau diesen Tick mehr Härte gibt, den ich bei KISS immer geliebt habe. Und der Titeltrack war für lange Zeit mein Lieblingssong von KISS.
Dazu kommt: Ace-Songs sind für mich fast immer Highlights, und dieses Album liefert genau das.
Und ja, ich bin auch komplett biased, weil Love Gun einfach so viele geile Pressungen, Extras und Sammelstücke hat. Das gehört für mich zur ganzen KISS-Magie dazu.
3 Songs zum Starten: Love Gun, Shock Me, I Stole Your Love
Bonus-Sektion
Die vier Soloalben
Ich habe sie bewusst aus dem Ranking gelassen.
Musikalisch sind sie für mich alle eher uninteressant. Selbst Ace, was klar das beste Soloalbum ist, höre ich kaum. Aber optisch? Die Artworks sind brutal gut, Tattoo-Level, Poster-Level, T-Shirt-Level, perfekte KISS-Ästhetik.
Wenn ich sie ranken müsste:
Ace, 2) Paul, 3) Gene, 4) Peter
Warum die Live-Alben bei KISS so wichtig sind
Ich habe es oben mehrmals erwähnt: Viele frühe KISS-Songs funktionieren live noch besser, und KISS-Live-Alben sind legendär, nicht ohne Grund.
Für mich ist Alive! eines der besten Live-Alben überhaupt, nicht nur in der KISS-Welt. Wenn du früher in einer kleinen Stadt ohne Internet aufgewachsen bist, dann war so ein Live-Album wie ein Portal, du hattest plötzlich das Gefühl, du stehst wirklich dort.
Meine persönliche Reihenfolge:Alive! ganz oben, dann Alive III (weil ich diese härtere Ära liebe), dann Alive II, dann Alive IV.
Und KISS Unplugged war sowieso eine geniale Idee, besonders der Moment, wo Ace und Peter dazu kommen.

Compilations
Als Kind waren Compilations für mich mega wichtig, weil man nicht immer jedes Album kaufen konnte. Und KISS-Compilations waren oft richtig spannend, manchmal sogar mit exklusiven Songs.
Früher fand ich die am besten, später wurde es dann mit zu vielen Releases etwas übertrieben. Aber Klassiker wie Killers, Smashes, Thrashes & Hits (mit „Let’s Put the X in Sex“) und vor allem Double Platinum gehören für mich einfach zum kompletten KISS-Erlebnis.
Das war mein Ranking. Jetzt seid ihr dran: Was ist euer #1 KISS Studioalbum, und welches Album habe ich eurer Meinung nach viel zu tief gerankt?



































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