Schattenspiele 2026 im Hirsch Nürnberg, Schattenmann Pre-Listening Party Konzertbericht
- L7

- vor 5 Stunden
- 4 Min. Lesezeit
Erwartungen
Erstes Konzert des Jahres für mich und ich war einfach froh, endlich wieder in einer Location zu stehen.
Kurzer persönlicher Hinweis am Anfang: Ich hatte in letzter Zeit überraschende Herzprobleme und warte noch auf die finalen Ergebnisse. Es könnte sogar sein, dass eine OP nötig wird, hoffen wir natürlich nicht. Falls es also mal länger keine Videos gibt, dann ist das der Grund, aber jetzt reden wir über die guten Sachen.
Schattenspiele ist im Prinzip ein Mini-Festival, das Schattenmann veranstaltet, und das Konzept mochte ich schon bei den letzten Ausgaben. Dieses Mal war es noch spannender, weil es gleichzeitig eine Pre-Listening Party für das neue Album war (Release ist im März, ungefähr Mitte März). Meine Erwartungen waren also klar: gute Hirsch-Atmosphäre, faire Preise und hoffentlich ein neues Schattenmann-Album, das mich wieder neugierig macht.
Anreise & Merch
Alles fand im Hirsch Nürnberg statt und der Hirsch ist einfach immer ein sicherer Tipp. Guter Vibe, gute Aufteilung, und es fühlt sich nach einer echten Rock-Location an.
Ein großes Highlight war direkt der Preis: 34 Euro für drei Bands plus Pre-Listening und Signing Sessions. Das ist 2026 wirklich ein starkes Paket.
Der Ablauf war außerdem richtig gut geplant:
Signing Session mit Schattenmann
Erste Hälfte vom neuen Album (Pre-Listening)
Erste Supportband
Zweite Hälfte vom Album (Pre-Listening)
Zweite Supportband
Schattenmann live
Es gab eigentlich keine “Leerzeit”, die Nacht hatte einen Flow und fühlte sich mehr nach Event an als nach einem normalen Konzertabend.
Induction
Die erste Band war Induction aus Tschechien und sie haben Power Metal gespielt. Ich kannte sie vorher nicht, also war das für mich komplett “mal schauen, was passiert”.
Und ja, sie haben mich wirklich positiv überrascht.
Tighter Sound, gute Bühnenpräsenz und der Sänger war richtig stark. Vom Feeling her hat mich das stellenweise ein bisschen an frühe Beast in Black erinnert, nicht im Sinne von Kopie, eher von dieser Mischung aus Energie und Melodie, die live sofort funktioniert.
Induction ist auf jeden Fall eine Band, die ich mir nochmal anschauen würde, gerade wenn sie irgendwann als Support in der Nähe spielen.

Schattenmann Pre-Listening Party
Nach Induction kam der zweite Teil vom Pre-Listening, das heißt wir haben über den Abend verteilt im Grunde das komplette neue Album gehört, in zwei Hälften.
Ich kenne Schattenmann seit ungefähr 2018. Früher habe ich sie mehr gehört, in den letzten Jahren etwas weniger, nicht weil sie mir nicht mehr gefallen, sondern weil ich die älteren Sachen einfach schon oft gehört habe.
Aber dieses neue Album hat wirklich meine Neugier wieder geweckt. Ich hatte mehrere Momente, wo ich dachte: wow, das klingt echt richtig gut.
Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich mir das neue Album holen werde, und ich kann euch auch empfehlen: hört zumindest mal ordentlich rein, wenn es rauskommt. Ich bin immer Team “Tonträger kaufen” wenn möglich, aber auch wenn nicht, wenigstens einmal auf Spotify checken, weil der erste Eindruck war wirklich stark.
Und noch ein Detail: Ich liebe die Single-Artworks und auch das neue Albumcover ist richtig gelungen. Der Designer hat da einen super Job gemacht. Ich habe mir sogar ein T-Shirt mit dem neuen Cover bestellt, das sagt eigentlich alles.
Aesthetic Perfection
Danach kam Aesthetic Perfection.
Viele kennen sie wahrscheinlich von der Tour mit Till Lindemann und 2025 war bei mir genau der Moment, wo sie mich richtig überzeugt haben. Große Hallen passen perfekt zu ihnen.
Deshalb war ich gespannt, wie das im Hirsch wirkt, der ist natürlich viel kleiner, direkter, näher dran.
Und es hat extrem gut funktioniert.
Ich kann ehrlich nicht mal sagen, ob große oder kleine Venue besser ist, beides ist einfach anders und beides funktioniert. In großen Hallen wirkt es riesig, im Club trifft dich alles direkter und die elektronischen Elemente kommen noch intensiver rüber.
Daniel ist ganz klar das Zentrum von Aesthetic Perfection, es ist sein Projekt und live macht er das einfach stark. Performance, Energie, Crowd-Connection, keine Schwächen. Dieses Mal waren sie zu dritt (bei Lindemann waren es vier). Neuzid war nicht dabei, keine Ahnung ob das auf anderen Dates anders ist, aber die Show war komplett.
Nach dem Set konnte man Fotos machen und Sachen signieren lassen. Ich habe mir das neueste Album geholt, diese reimagined Version von älteren Songs, und das klingt wirklich gut. Autogramm ist auch drauf, perfektes Andenken.

Schattenmann
Dann kamen Schattenmann und was mich direkt beeindruckt hat, war das Publikum.
Sie haben eine richtig starke Fanbase. Die Leute haben mitgesungen, geklatscht, wirklich unterstützt, und man hat gemerkt, viele kennen die Texte zu fast allem. Es fühlte sich ausverkauft oder extrem nah dran an, weil es kaum Platz gab.
Schattenmann sind live auch sehr charismatisch und die Visuals sind ein großer Teil der Show. Jeder hat seinen eigenen Look und Charakter, und sie spielen dieses “Schatten”-Thema richtig gut aus.
Mein Lieblingsdetail ist dieser Glow-Effekt, so wie diese Minigolf-Farbe. Im normalen Licht sieht man fast nichts, aber wenn die Lichter runtergehen, leuchten die grünen Elemente plötzlich brutal und übernehmen die Optik. In bestimmten Momenten geht das Licht so weit runter, dass du fast nur noch diese leuchtenden Parts siehst, und das sieht live richtig, richtig gut aus.
Neue Songs waren natürlich dabei und die klangen stark. Und auch ältere Tracks aus der Phase, wo ich sie mehr gehört habe, haben super funktioniert. Sobald das Album draußen ist, landen bestimmt ein paar Songs wieder in meinen Playlists.

Fazit
Schattenspiele 2026 war genau das, was so ein Event sein sollte: gute Organisation, starke Venue-Atmosphäre, drei gute Bands und ein Konzept, das dich über den Abend hinweg konstant bei Laune hält.
Der Preis war ehrlich einer der größten Pluspunkte: 34 Euro für das komplette Paket ist ein klarer Win.
Wenn ich nächstes Jahr Zeit habe, bin ich wieder dabei. Selbst wenn sich das Line-up verändert, das Konzept funktioniert, das Publikum hat Bock, und man geht mit einem richtig guten Gefühl raus.









































Kommentare